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2015-03-01 Minimierung des Antibiotikaeinsatzes zu Beginn der Trockenstehperiode durch automatisiertes Trockenstellen in der letzten Laktationsperiode – AutoDry

Milchvieh – automatisiertes Trockenstellen – Reduzierung Antibiotikaeinsatz – antibiotikaresistente Bakterien

2015-03-01.1 2015-03-01.2 2015-03-01.3

 

PROJEKTBESCHREIBUNG

 

Der Umfang des Einsatzes von Antibiotika in der Nutztierhaltung stellt aktuell ein stark diskutiertes Thema dar. Vor allem in Bezug auf die Begünstigung von Resistenzentwicklungen bestimmter Bakterien und deren Übertragung mit der Lebensmittelkette auf den Menschen wird der Problematik eine besondere Brisanz verliehen.

In der konventionellen Milchviehhaltung erfolgt das Trockenstellen der Tiere durch ein abruptes Abmelken und teilweise durch Überspringen einzelner Melkzeiten. Da die Infektionsgefahr während der Trockenstehphase stark erhöht ist, werden die Kühe zu einem überwiegenden Anteil zum Ende der Laktationsperiode vorbeugend mit einem antibiotischen Injektor behandelt.

Um bei den Tieren, bei denen aus medizinischen Gründen keine gezielte Antibiotikaverabreichung zu diesem Zeitpunkt erforderlich ist, den Einsatz von entsprechenden Präparaten zu reduzieren, wird im Projekt „AutoDry“ ein Software-Modul zur Automatisierung des Trockenstellens entwickelt. Durch die Abnahme des Melkzeuges nach einer Sollmilchmenge wird der Ausmelkgrad in einem Step-Down Programm stufenweise reduziert werden und so bereits vor dem eigentlichen Trockenstellen die Involution des Drüsengewebes tierschonend einleiten. Durch ein solches Verfahren wird der Spüleffekt des Melkens weiter genutzt, der Ausmelkgrad und damit der physiologische Anreiz für eine maximale Milchproduktion jedoch kontinuierlich verringert. Zudem kann die Eutergesundheit im Gegensatz zum abrupten Trockenstellen weiter kontrolliert werden. Die Reduzierung der ermolkenen Milchmenge wird in den durchgeführten Versuchen durch eine angepasste Fütterung begleitet.

Im Rahmen des Forschungsprojektes wird untersucht, inwieweit eine frühzeitige Abnahme des Melkzeuges die Involution einleiten und unterstützen kann und welche Auswirkungen dieses Vorgehen auf die Euterkondition hat. Zielsetzung ist es so, langfristig einen Beitrag zur Minimierung des Einsatzes von antibiotikahaltigen Präparaten in der Milchviehhaltung zu leisten, und der Gefahr der Entstehung und Übertragung resistenter Bakterien in und mit dem Lebensmittel Milch entgegen zu wirken.

 

 

 

PROJEKTGRUPPE

 

 

 PROJEKTPARTNER


 GEA

 

PROJEKTFÖRDERUNG

 

  


 

 

 


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